Online-Games und Jugendschutz: Welche Spielregeln?

KJM-Panel im Rahmen des Fachkongresses Munich Gaming 2008

Mit Online-Games ergeben sich für die Spielebranche vielversprechende Perspektiven: Neben Mobile-Games werden sie als größter Wachstumsmarkt gehandelt. Die Prognose von ProSiebenSat.1-Vermarkter SevenOne Media ging für den Markt der Online-Spiele 2007 von einer Umsatzsteigerung um 56 Prozent auf fast 400 Mio. Euro aus. Ein Ende des Wachstums ist nicht absehbar, da in Zukunft immer mehr Haushalte über Breitband-Internetanschlüsse verfügen werden. Qualitativ neue Impulse für den Markt bringen der Trend zu Multiplayer-Online-Games und die damit verbundene Entwicklung von Netzwerken. 

Unklarheit besteht jedoch bei der Beurteilung von Online-Games und Spieler-Communities im Internet - besonders aus der Perspektive des Jugendschutzes. Von Kindern und Jugendlichen häufig besuchte Internetseiten, auf denen Informationen und Tools getauscht und über Spiele diskutiert werden, dokumentieren das Kommunikationsbedürfnis und kreative Potenzial der Spieler. Problematisch sind dabei zum einen die Spiele selbst. Aber es geht auch um die Kontrolle darüber, welche Inhalte über das Internet in die virtuelle Welt eingebracht werden: Sex-Werbung, öffentliche Foren, Gewaltdarstellungen durch Mods sind nur einige Beispiele jugendschutzrelevanter Inhalte. An welchen Stellen sind Interventionen seitens des Jugendschutzes notwendig und sinnvoll? Welche Selbstregulierungen der Games-Anbieter und der Spielercommunity können greifen? Wie kann man die positiven Aspekte des vernetzten Spielens unterstützen? 

Programm

14:30 Uhr Referat

  • Online-Spieler in Deutschland: Genres, Gruppen und Soziales
  • Prof. Dr. Thorsten Quandt, Juniorprofessor für Kommunikationswissenschaft, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Freie Universität Berlin

14:45 Uhr Podium

  • Prof. Dr. Johannes Kreile, Rechtsanwalt, München
  • Martin Lorber, Head of PR Electronic Arts Deutschland, Köln
  • Dipl.-Psych. Florian Rehbein, Mitarbeiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), Hannover
  • Martina Maschauer, Rundfunkreferentin, Bayerische Staatskanzlei, München
  • Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring, Vorsitzender der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), München

Moderation

  • Dr. Christian Stöcker, Redakteur Spiegel Online, Hamburg

Weitere Informationen

Pressemitteilung hier

  • Mathäser München
  • Bayerstraße 3-5
  • 80336 München