KJM | 27/2022 |

„Paramount+“ verwendet geeignetes Jugendschutzprogramm

KJM überprüft Eignungsbeurteilung der FSM

Im Abonnement-Videostreaming-Angebot„Paramount+“ wird ein Jugendschutzprogramm eingesetzt, das den deutschen gesetzlichen Vorgaben entspricht. Paramount hat der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) die Jugendschutzfunktionen ihrer Plattform zur Prüfung vorgelegt. Nachdem die FSM die Funktionen als geeignetes Jugendschutzprogramm im Sinne des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) beurteilt hatte, wurde diese Einschätzung von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) bestätigt.

Dr. Marc Jan Eumann, Vorsitzender der KJM: „Safery first: Dieses Motto wurde hier beherzigt. Paramount + denkt den Kinder- und Jugendmedienschutz zum Deutschland-Start konsequent mit. Aus unserer Sicht die denkbar besten Startbedingungen.“

Martin Drechsler, Geschäftsführer der FSM: „Mit dem neuen Streamingdienst Paramount+ bietet unser Mitgliedsunternehmen Entertainmentangebote für die ganze Familie. Durch die von der FSM begutachteten und für geeignet befundenen Schutzfunktionen steht dabei effektiver Jugendschutz an erster Stelle. Eltern können flexibel entscheiden, zu welchen Filmen und Serien ihre Kinder Zugang haben – ein wichtiger Beitrag für die Medienerziehung und einen verantwortungsbewussten Jugendmedienschutz zu Hause.“

Bei „Paramount+“ handelt es sich um ein geschlossenes System. Den Kund*innen wird im Rahmen des Abonnements der Zugang zu Video-On-Demand-Inhalten ermöglicht. „Paramount+“ bietet den Nutzer*innen die Einrichtung einer accountweiten, profilübergreifenden Altersbeschränkung an, die mittels PIN ausgesetzt werden kann.
Hier können Altersbeschränkungen für die Altersstufen 6, 12, 16 und 18 konfiguriert werden. Alternativ kann für jedes Profil hinterlegt werden, ob es sich um ein Kinderprofil handelt.

Im Rahmen der regulierten Selbstregulierung hat die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) die Rechtmäßigkeit der FSM-Entscheidung überprüft und keine Überschreitung des Beurteilungsspielraums festgestellt. Damit bietet Paramount den Nutzer*innen des Video-Streaming-Angebotes „Paramount+“ ein als geeignet beurteiltes Jugendschutzprogramm für geschlossene Systeme an.

Hintergrund: Gemäß den gesetzlichen Regularien sind die anerkannten Einrichtungen der Freiwilligen Selbstkontrolle für die Eignungsprüfung von Jugendschutzprogrammen zuständig. Die KJM überprüft anschließend, ob die Selbstkontrolleinrichtung die rechtlichen Grenzen ihres Beurteilungsspielraums eingehalten hat.

Die Kommission für Jugendmedienschutz ist ein Organ der Landesmedienanstalten und ein Expertengremium aus Vertreter*innen von Bund, Ländern und Landesmedienanstalten. In Deutschland ist die KJM die zentrale Aufsichtsstelle für den Jugendschutz im privaten Rundfunk und Internet.

Weitere Informationen über die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) und ihre Mitglieder finden Sie hier, Informationen zu den Medienanstalten finden Sie hier.

 

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