Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM)

Die BPjM ist zuständig für die Indizierung von Medien bzw. Medieninhalten nach dem Jugendschutzgesetz (JuSchG). Die Indizierung bedeutet, dass ein Medium – dazu zählen Videofilme ebenso wie Computerspiele und Internetseiten – als jugendgefährdend eingestuft wird. Indizierte Medien sind nicht generell verboten, sondern unterliegen gewissen Werbe- und Vertriebsbeschränkungen: Sie dürfen Kindern und Jugendlichen nicht zugänglich gemacht, nicht an Kiosken oder im Versandhandel verkauft oder im Rundfunk gesendet werden. Indizierte Videofilme und Computerspiele dürfen nicht beworben und nur in Läden vermietet oder verkauft werden, zu denen Jugendliche keinen Zutritt haben. Für die Überwachung dieser Rechtsfolgen sind die Polizei oder Ordnungsbehörden zuständig.

Die BPjM existiert seit 1954. In ihren Gremien entscheiden neben der bzw. dem Vorsitzenden der BPjM Vertreterinnen und Vertreter aus den Kreisen Kunst, Literatur, Buchhandel, Verleger, Träger der freien sowie öffentlichen Jugendhilfe, Lehrerschaft, Kirchen und Länderbeisitzer.

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