Jugendschutz in Telemedien

Netz-Regeln für Anbieter

Zehn Vorschläge für die Beachtung des Jugendschutzes im Internet

Im Sinne einer Kultur der gemeinsamen Verantwortung muss dafür Sorge getragen werden, dass das Internet auch für Kinder und Jugendliche reizvolle, kommunikative, kreative und alters­ange­messene Angebote bereithält. Sie sollen die Möglichkeit haben, unbeein­trächtigt an der digitalen Welt teilzuhaben. Zu unserer gemeinsamen Verantwor­tung zählt deshalb Achtsamkeit: Die Unerfahrenheit und Schutzbedürftigkeit minderjähriger Nutzer muss berücksichtigt und entsprechende Sorgfalt und Sensibilität bei der Auswahl und Gestaltung von Inhalten und Angeboten gezeigt werden. Dies gilt in besonderem Maße für Websites, die sich speziell an Kinder richten.

Zum 1. April 2003 hat der Gesetzgeber im Jugendmedienschutz das Modell der regulierten Selbstregulierung eingeführt und in diesem Kontext neue gesetzliche Grundlagen geschaffen. Ein wesentlicher Pfeiler dieses Jugendschutzmodells ist die Selbstverantwortung und Eigeninitiative der Unternehmen. Daran anknüpfend hat die KJM im Jahr 2004 Netz-Regeln entwickelt, welche die angestrebte Form der Selbstregulierung skizzieren und die geltenden gesetzliche Regelungen und Richtlinien (Jugendmedienschutz-Staatsvertrag, Jugendschutzrichtlinien etc.) ergänzen.