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05.02.2015

KJM-Pressemitteilung 02/2015; KJM bewertet weitere Lösung zur Altersverifikation für geschlossene Benutzergruppen im Internet positiv

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat in ihrer Sitzung am 28. Januar 2015 eine weitere Lösung zur Altersverifikation (AVS-Teilmodul) für geschlossene Benutzergruppen in Telemedien positiv bewertet. Es handelt sich dabei um das Modul [verify‐U] face‐to‐face der Cybits AG. Nach dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) dürfen bestimmte jugendgefährdende Inhalte in Telemedien nur dann verbreitet werden, wenn der Anbieter durch geschlossene Benutzergruppen sicherstellt, dass nur Erwachsene Zugriff darauf haben. Um Unternehmen Rechts- und Planungssicherheit zu geben, bietet die KJM interessierten Unternehmen an zu überprüfen, ob deren Konzepte zum technischen Jugendmedienschutz den gesetzlichen Anforderungen genügen.

Bei dem System handelt es sich um ein Modul (Teillösung) auf der Stufe der Identifizierung, das eine „face-to-face-Kontrolle“ per Webcam ermöglicht. Neben der bloßen Identifizierung via Webcam als initiale Altersprüfung werden für einen wiederholten Nutzungsvorgang zusätzliche Sicherungsmaßnahmen ergriffen, die eine ausreichende Verlässlichkeit gemäß den KJM-Eckwerten bieten.

Das Konzept beruht auf einem mehrstufigen Identifizierungsverfahren. Die Identifikation des Nutzers erfolgt dabei in einer Kombination aus der Eingabe seiner Daten auf der Webseite des Inhalte-Anbieters und der Feststellung seiner Identität durch einen Existenz-Check und einen elektronischen Ausweis-Check, sowie durch Übermittelung der Personalausweisdaten. Im Anschluss daran wird dann die Identität des Nutzers in einer Videokonferenz mit geschulten Mitarbeitern der Cybits AG verifiziert, bei der das Ausweisdokument und die Übereinstimmung der Daten geprüft werden. Nur wenn alle Schritte erfolgreich abgeschlossen wurden und keine Widersprüche auftreten, erlangt der Nutzer Zugang zum gewünschten Angebot.

Die KJM kam nach Prüfung des Konzepts zu dem Ergebnis, dass es sich bei entsprechender Umsetzung als Teillösung und damit als Modul auf der Stufe der Identifizierung im Sinne der KJM-Kriterien zur Sicherstellung einer geschlossenen Benutzergruppe eignet. Das Modul alleine reicht jedoch nicht aus, um eine geschlossene Benutzergruppe zu gewährleisten, es muss im Rahmen eines Gesamtkonzepts zur Anwendung kommen.

Damit gibt es nun 33 von der KJM positiv bewertete Konzepte bzw. Module für AV-Systeme. Dazu kommen derzeit sechs übergreifende Jugendschutzkonzepte mit AV-Systemen als Teilelementen.

Weitere Informationen zu den bisher von der KJM positiv bewerteten Altersverifikationssystemen finden Sie hier.


Kontakt

KJM-Vorsitzender
Andreas Fischer
Telefon: +49 (0)30 2064690-0

Isabell Rausch-Jarolimek
Bereichsleiterin Jugendmedienschutz
Telefon: +49 (0)30 2064690-50

rausch-jarolimek(at)die-medienanstalten.de

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