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Glossar

Altersfreigaben

Die Abgabe von Videokassetten und anderen Bildträgern sowie Computerspielen an Kinder und Jugendliche sowie deren Anwesenheit bei öffentlichen Filmveranstaltungen richtet sich nach den Altersfreigaben der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) und der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK). Altersfreigaben gibt es nur im Bereich der Offline-Medien. Die Altersfreigaben der FSK bilden die Grundlage für die Festlegung der Sendezeit von Spielfilmen im Fernsehen (siehe Sendezeitgrenzen):

  1. Freigegeben ohne Altersbeschränkung
  2. Freigegeben ab sechs Jahren
  3. Freigegeben ab zwölf Jahren
  4. Freigegeben ab sechzehn Jahren
  5. Keine Jugendfreigabe (entspricht einer Freigabe ab 18 Jahren)

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Altersverifikationssystem (AVS)

Geschlossene Benutzergruppen werden mit Hilfe von Altersverifikationssystemen (AVS) sichergestellt. Nach den Eckwerten der KJM ist die verlässliche Altersverifikation durch zwei Schritte sicherzustellen: erstens durch eine Volljährigkeitsprüfung, die über persönlichen Kontakt (Face-to-Face-Kontrolle) erfolgen muss, zweitens durch eine Authentifizierung beim einzelnen Nutzungsvorgang.

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Avatar

Ein Avatar ist eine grafische Repräsentation eines Internet-Benutzers oder Computerspielers, die man auswählen kann, um sich in den Chat-Foren von anderen Teilnehmern zu unterscheiden bzw. in einer selbst gewählten Erscheinung aufzutreten.

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Browser-Games

Online-Spiele, die mittels eines Browsers werden können. Browser (engl.: Durchstöberer, Blätterer) sind spezielle Programme zum Betrachten von Webseiten. Sie fügen den Text, die Bilder, Musik und Animationen zu einem Ganzen zusammen. Die bekanntesten Browser sind der Internet Explorer und Mozilla Firefox (siehe auch: Online-Spiele).

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Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM)

Die BPjM ist zuständig für die Indizierung von Medien bzw. Medieninhalten nach dem Jugendschutzgesetz (JuSchG). Die Indizierung bedeutet, dass ein Medium – dazu zählen Videofilme ebenso wie Computerspiele und Internetseiten – als jugendgefährdend eingestuft wird. Indizierte Medien sind nicht generell verboten, sondern unterliegen gewissen Werbe- und Vertriebsbeschränkungen: Sie dürfen Kindern und Jugendlichen nicht zugänglich gemacht, nicht an Kiosken oder im Versandhandel verkauft oder im Rundfunk gesendet werden. Indizierte Videofilme und Computerspiele dürfen nicht beworben und nur in Läden vermietet oder verkauft werden, zu denen Jugendliche keinen Zutritt haben. Für die Überwachung dieser Rechtsfolgen sind die Polizei oder Ordnungsbehörden zuständig.

Die BPjM existiert seit 1954. In ihren Gremien entscheiden neben der bzw. dem Vorsitzenden der BPjM Vertreterinnen und Vertreter aus den Kreisen Kunst, Literatur, Buchhandel, Verleger, Träger der freien sowie öffentlichen Jugendhilfe, Lehrerschaft, Kirchen und Länderbeisitzer.

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Chat

Als Chat wird eine Unterhaltung bezeichnet, die über das Internet in Echtzeit geführt wird. Gespräche mit anderen Nutzern lassen sich beispielsweise dadurch führen, dass die über die Tastatur eingetippten Nachrichten auf den Bildschirmen der anderen Benutzer erscheinen, die ebenfalls an diesem Chat teilnehmen.

Chatrooms (engl.: Plauderräume) können dazu missbraucht werden, sexuelle Kontakte zu Minderjährigen aufzubauen oder Drogen zu verkaufen. Daneben gibt es aber auch Foren, in denen beispielsweise rassistische Aktionen vorbereitet oder die möglichen Arten der Durchführung eines Selbstmords diskutiert werden.

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Cyber-Bullying

Unter Cyber-Bullying versteht man die Rufschädigung, Bloßstellung oder Diffamierung, aber auch Mobbing und Psychoterror durch die gezielte Verbreitung von Aussagen, Fotos und Videos im Internet. Auch die direkte Belästigung des Opfers durch bedrohliche oder obszöne E-Mails, das sog. Cyber-Stalking, sind eine Form des Cyber-Bullying (aus dem Englischen: Fertigmachen).

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Datenträger

Unter Datenträgern versteht man verkörperte Gegenstände, die als Datenspeicher dienen. Die gespeicherten Daten können unterschiedlicher Art sein und werden mittels elektronischer Geräte ausgelesen, abgespielt oder gespeichert. Das JuSchG benutzt den Begriff des Datenträgers dabei aber nur in Bezug auf Film- oder Spielprogramme (sog. Bildträger).

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Entwicklungsbeeinträchtigende Angebote

Das sind Inhalte, die noch nicht als jugendgefährdend bewertet werden, aber die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten beeinträchtigen können. Beeinträchtigungen, d.h. Ängstigungen oder sozial-ethische Desorientierungen, können je nach Altersstufe durch Gewaltdarstellungen, ungeeignete sexuelle oder andere problematische Inhalte ausgelöst werden. Medienanbieter müssen z.B. mittels technischer Zugangshürden oder Zeitgrenzen dafür Sorge tragen, dass Kinder und Jugendliche die Angebote üblicherweise nicht wahrnehmen können.

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Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK und FSKonline)

Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) erteilt die Altersfreigaben für Filme, Videokassetten und vergleichbare Bildträger (DVD, CD-ROM, Laser-Disc u.ä.), die in der Bundesrepublik Deutschland für die öffentliche Vorführung und Verbreitung vorgesehen sind. Eine Vorlagepflicht bei der FSK besteht nicht, allerdings haben die in der SPIO (Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V.) zusammengeschlossenen Wirtschaftsverbände ihre Mitglieder verpflichtet, nur von der FSK geprüfte Produkte öffentlich anzubieten. 

Die FSK wurde 1949 zunächst als Institution zur Begutachtung von Kinofilmen auf mögliche nationalsozialistische Inhalte gegründet. Bald wurden auf freiwilliger Basis Alterseinstufungen für Kinofilme vorgenommen, die mit Inkrafttreten des Gesetzes Jugendschutzgesetzes als Altersfreigaben gesetzlich vorgeschrieben wurden. Alle für eine Vermarktung bestimmten Produkte dieser Art, die nicht der FSK vorgelegt werden, dürfen nur an Erwachsene weitergegeben werden. Seit 1985 werden auch Videos, Bildplatten und vergleichbare Bildträger vorgelegt.

Im September 2011 hat die KJM FSK.online als neue Einrichtung der Freiwilligen Selbstkontrolle für den Bereich der Telemedien nach dem JMStV anerkannt.

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Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V. (FSF)

Die FSF ist ein gemeinnütziger Verein privater Fernsehanbieter in Deutschland. Ziel der FSF ist es, einerseits durch eine Programmbegutachtung den Jugendschutzbelangen im Fernsehen gerecht zu werden und andererseits durch medienpädagogische Aktivitäten, Publikationen und Unterstützung von Forschungsarbeiten den bewussteren Umgang mit dem Medium Fernsehen zu fördern. Die Prüfausschüsse der FSF bestehen aus unabhängigen Fachleuten, die im Bereich der (Medien-) Pädagogik, der Psychologie oder der Jugendhilfe arbeiten und ehrenamtlich in den Ausschüssen tätig sind. Die Prüferinnen und Prüfer entscheiden vor der Ausstrahlung von Fernsehprogrammen über die sachgerechte Programmierung.

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Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM)

Die FSM ist ein eingetragener Verein, der 1997 von Medienverbänden und Unternehmen der Online-Wirtschaft gegründet wurde. Die Selbstkontrollorganisation bietet jedermann die Möglichkeit, sich im Bereich des Jugendmedienschutzes über strafbare oder jugendgefährdende Inhalte im Netz zu beschweren oder Fragen zum Thema Jugendschutz im Internet zu stellen. Die FSM berät Mitglieder und Nichtmitglieder in Fragen des Jugendschutzes. Für seine Mitglieder nimmt der Verein außerdem die Aufgaben des Jugendschutzbeauftragten wahr.

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Freiwillige Selbstkontrolle Unterhaltungssoftware online (USKonline)

Im September 2011 hat die KJM USK.online als neue Einrichtung der Freiwilligen Selbstkontrolle für den Bereich der Telemedien nach dem JMStV anerkannt.

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Geschlossene Benutzergruppen

In geschlossenen Benutzergruppen dürfen bestimmte sonst unzulässige Inhalte – gewisse jugendgefährdende Angebote und einfache Pornografie – verbreitet werden, wenn sichergestellt ist, dass Kinder und Jugendliche keinen Zugang dazu haben. Geschlossene Benutzergruppen werden mittels Altersverifikationssystem (AVS) sichergestellt. Es gibt sie nur im Internet.

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Gewaltverherrlichung

Der Begriff der Gewaltverherrlichung ist gesetzlich nicht definiert; der Straftatbestand des § 131 StGB spricht lediglich von "Gewaltdarstellung". Strafbar ist danach das Zugänglichmachen von Darstellungen, "die grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen in einer Art schildern, die eine Verherrlichung oder Verharmlosung solcher Gewalttätigkeiten ausdrückt oder die das Grausame oder Unmenschliche des Vorgangs in einer die Menschenwürde verletzenden Weise darstellt".

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Indizierung

Auf die Liste jugendgefährdender Medien werden Schriften, Filme, Video- und Computerspiele sowie Internet-Angebote gesetzt, von denen eine Jugendgefährdung ausgeht. Dazu zählen vor allem unsittliche, verrohend wirkende oder zu Gewalttätigkeit, Verbrechen oder Rassenhass anreizende Medien. Wenn diese Medien auf dem Index stehen, unterliegen sie weitgehenden Handelsbeschränkungen und dürfen nicht mehr beworben werden. Zuständig für Indizierungen ist die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM).

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Instant Messenger

"Nachrichtensofortversand" in privaten Chatrooms.

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Interaktives Fernsehen

Interaktives Fernsehen sind Fernsehangebote, bei denen der Zuschauer über einen Rückkanal mit dem Programmanbieter in Kontakt treten und aktiv auf das Angebot reagieren kann. Es ermöglicht zum Beispiel den Abruf von Filmen im Pay-per-View-Verfahren über die Fernbedienung, aber auch Angebote wie Homebanking, Teleshopping mit direkter Bestellmöglichkeit oder die Teilnahme an Gewinnspielen und Gewinnspielsendungen.

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Jugendgefährdende Angebote

Das sind bestimmte unzulässige Angebote, die im Internet nur innerhalb einer geschlossenen Benutzergruppe verbreitet werden dürfen und im Fernsehen überhaupt nicht. Zu ihnen zählen zum Beispiel pornografische Angebote.

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Jugendliche

Jugendliche sind alle Personen ab 14 Jahren, die noch keine 18 Jahre sind.

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Jugendmedienschutz

Unter Jugendmedienschutz versteht man diejenigen Maßnahmen des Jugendschutzes, die Kinder und Jugendliche vor schädlichen Einflüssen durch Medieninhalte schützen sollen.

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jugendschutz.net

Seit Gründung im Jahre 1997 unterstützt jugendschutz.net die Obersten Landesjugendbehörden (Jugendministerien der Länder) bei der Durchsetzung des Jugendschutzes im Internet. Mit dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) wurde die Internet-Aufsicht der KJM übertragen und jugendschutz.net organisatorisch an die KJM angebunden. Seitdem unterstützt jugendschutz.net auch die KJM bei ihren Aufgaben, nimmt Aufgaben der Beratung und Schulung bei Telemedien wahr und informiert über jugendschutzrelevante Entwicklungen und Probleme in Internet-Diensten. Bei Verstößen gegen die Bestimmungen des JMStV weist jugendschutz.net den Anbieter und die anerkannten Einrichtungen der Freiwilligen Selbstkontrolle hierauf hin und informiert die KJM.

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Jugendschutzbeauftragte

Laut § 7 Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) müssen Fernsehanbieter, die ihr Programm bundesweit ausstrahlen, und Telemedienanbieter, die jugendschutzrelevante Inhalte verbreiten, einen Jugendschutzbeauftragten stellen. Dieser soll die Programmverantwortlichen in Fragen des Jugendschutzes beraten und beim Programmeinkauf, der -herstellung, -planung und -gestaltung beteiligt werden. Die KJM hat weitere Details zur Fachkunde und Tätigkeit des Jugendschutzbeauftragten in ihrer Rechtsauffassung zum Jugendschutzbeauftragten entwickelt. Telemedienanbieter können unter bestimmten Bedingungen eine Selbstkontrolleinrichtung mit dieser Aufgabe beauftragen.

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Jugendschutzkontrollen

Im Rahmen von Jugendschutzkontrollen überprüfen die zuständigen Behörden, ob die gesetzlichen Vorgaben des Jugendschutzes vor Ort bzw. in der Öffentlichkeit eingehalten werden.

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Jugendschutzprogramme

Als spezielles Jugendschutzinstrument bei entwicklungsbeeinträchtigenden Angeboten in Telemedien führte der JMStV Jugendschutzprogramme ein. Sie können vom Anbieter entweder programmiert oder vorgeschaltet werden und müssen einen nach Altersstufen differenzierten Zugang zum Internet ermöglichen. Zudem brauchen Jugendschutzprogramme eine Anerkennung durch die KJM. 

Jugendschutzprogramme werden häufig mit Filterprogrammen verwechselt, wie sie von Filterherstellern entwickelt und als Schutzmaßnahme für Familien, Schulen, Internet-Cafes oder Jugendeinrichtungen angeboten werden. Die KJM hat Kriterien entwickelt, die die gesetzlichen Vorgaben konkretisieren.

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Kinder

Kinder sind alle Personen unter 14 Jahren.

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Kommission für Jugendmedienschutz (KJM)

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) ist seit April 2003 die zentrale Aufsichtsstelle für den Jugendschutz im privaten Rundfunk und in den Telemedien.

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Landesmedienanstalten

Die Landesmedienanstalten sind die Aufsichtsinstanzen für den privaten Rundfunk in Deutschland. Als Einrichtungen des öffentlichen Rechts sind sie staatsunabhängige Einrichtungen. In grundsätzlichen, länderübergreifenden Angelegenheiten arbeiten die 14 Landesmedienanstalten zusammen. Zu ihren Aufgaben gehören die Lizenzierung von privaten Rundfunkveranstaltern, die Programmaufsicht und -kontrolle, aber auch die Durchführung von Forschungsprojekten und die Medienkompetenzförderung. Die KJM ist ein Organ der Landesmedienanstalten. Mit Inkrafttreten des JMStV am 1. April 2003 sind die Landesmedienanstalten auch für den Jugendschutz in Telemedien zuständig.

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Minderjährige

Minderjährig sind Personen, die ihr 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

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MMORPG

= Massively Multiplayer Online Role Playing Game: Ein über das Internet verfügbares Rollenspiel, bei dem Tausende Spielende eine sich verändernde Online-Spielwelt nutzen. Bekannte Beispiele sind die Spiele "Everquest" und "World of Warcraft". Typisch ist die Organisation der Spieler in Gilden, innerhalb derer die Spielaufgaben gemeinsam gelöst werden.

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Oberste Landesjugendbehörde

Die Oberste Landesjugendbehörde ist regelmäßig das für die Bereiche Jugendhilfe und Jugendschutz zuständige Ministerium. Eine Übersicht über alle Obersten Landesjugendbehörden gibt es auf www.bmfsfj.de.

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Online-Spiele

Bezeichnung für Computerspiele, die ausschließlich über das Internet gespielt werden. Zu den Online-Spielen gehören erstens Spiele, die eine Spielsoftware-Installation voraussetzen, und zweitens Spiele, die direkt über einen Internetbrowser verfügbar sind (siehe auch: Browser-Spiele). Spielvoraussetzung ist in der Regel das Einrichten eines Benutzerkontos, wobei nicht selten Kosten anfallen.

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Ordnungsbehörde

Die Ordnungsbehörden sind die Stadt- und Kreisverwaltungen bzw. deren kommunale Ordnungsämter.

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Pornografie

Der Bundesgerichtshof (BGH) definiert Pornografie folgendermaßen: »Als pornografisch ist eine Darstellung anzusehen, wenn sie unter Ausklammerung aller sonstigen menschlichen Bezüge sexuelle Vorgänge in grob aufdringlicher, anreißerischer Weise in den Vordergrund rückt und ihre Gesamttendenz ausschließlich oder überwiegend auf das lüsterne Interesse des Betrachters an sexuellen Dingen abzielt.« Unterschieden wird zwischen »harter« Pornografie als Oberbegriff für Kinder-, Tier- und Gewaltpornografie und »einfacher« Pornografie.

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Post Ident-Verfahren

Mit Blick auf die Eckwerte der KJM zur Altersverifikation bietet es die Möglichkeit, das Alter des Nutzers durch persön­lichen Kontakt festzustellen. Die zumindest einmalige Identifizierung muss durch persönlichen Kontakt erfolgen. Verpflichtend ist eine echte Face-to-Face-Kontrolle mit dem Vergleich amtlicher Ausweisdaten (z.B. Personalausweis oder Reisepass). Die für die Identifizierung benötigten Daten können grundsätzlich an verschiedenen Stellen erfasst werden (z.B. Postschalter, verschiedene Verkaufsstellen wie Läden von Mobilfunkanbietern, Lotto-Annahmestellen, ebenso Banken und Sparkassen etc.). Die Eignung einer Erfassungsstelle setzt ein geschäftsmäßiges Anbieten durch zuverlässiges und in die Aufgabe hinreichend eingewiesenes Personal voraus. Möglich ist es auch, unter bestimmten Bedingungen auf eine bereits erfolgte Face-to-Face-Kontrolle zurückzugreifen. 

Personalausweiskennziffernprüfungen (sog. „Perso-Check-Verfahren“) oder die Vorlage einer beglaubigten Ausweiskopie sind dagegen nicht ausreichend, da hierbei nur die Übereinstimmung eines Dokumentes bestätigt wird, aber keine Identifizierung einer Person vorgenommen wird.

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Rundfunk

Rundfunk ist der Sammelbegriff für die traditionellen Medien Fernsehen und Radio.

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Schwarze Liste

Eine Schwarze Liste oder Blacklist (engl.: Negativliste) ist eine u. a. in einem Computerprogramm gepflegte Liste, die die in der Liste enthaltenen Titel an der Ausführung hindert. Das Gegenteil ist eine Weiße Liste.

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Sendezeitgrenzen

Sendezeitgrenzen müssen die TV-Sender bei der Ausstrahlung entwicklungsbeeinträchtigender Spielfilme einhalten. Filme mit einer Altersfreigabe der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ab 16 Jahren dürfen ab 22 Uhr gesendet werden, Filme mit einer FSK-Freigabe ab 18 Jahren können nur nach 23 Uhr ausgestrahlt werden. Zeitgrenzen können aber auch im Internet als Alternative zu Technischen Mitteln oder Jugendschutzprogrammen eingesetzt werden.

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Shooter

Computerspiel-Genre, bei dem die Spielfigur mit einer virtuellen Schusswaffe eine Vielzahl virtueller Gegner tötet. Egoshooter stellen das Geschehen aus der Perspektive des Akteurs dar.

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Technische Mittel

Technische Mittel sind Zugangsbarrieren, die ein Internetanbieter oder Fernsehveranstalter als Alternative zu den traditionellen Zeitgrenzen einsetzen kann, wenn er problematische Inhalte verbreiten will, die kinder- oder jugendbeeinträchtigend sind. Dies können beispielsweise Darstellungen von Gewalt oder Sexualität sein, die Kindern oder Jugendlichen, abhängig von ihrem Alter und ihrer Entwicklung, falsche Vorbilder und Wertvorstellungen vermitteln, sie ängstigen oder überfordern. Besonders eignen sich Technische Mittel für den Jugendschutz im Internet und im digitalen Fernsehen. Konkrete Vorgaben zu ihrer Ausgestaltung macht der Gesetzgeber im JMStV nicht, er schreibt lediglich das einzuhaltende Schutzniveau vor. Somit sind unterschiedliche Varianten Technischer Mittel möglich. Bekanntere Beispiele aus der Praxis sind etwa die Jugendschutz-Vorsperre bei SKY Deutschland (vormals Premiere), bei der zur Freischaltung der Sendung erst ein spezieller Jugendschutz-PIN eingegeben werden muss, oder der so genannte Perso-Check (auch Personalausweiskennziffernprüfung) im Internet, bei dem die Personalausweisnummer als Schlüssel für den Zugang zum Angebot dient. 

Technische Mittel müssen nicht das strenge Schutzniveau Geschlossener Benutzergruppen erfüllen, zu denen ausschließlich Erwachsene Zugang haben dürfen. Vergleichsmaßstab sind vielmehr die aus dem traditionellen Fernsehen bekannten Sendezeitgrenzen. Für Technische Mittel gibt es kein Anerkennungsverfahren im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV). Um Rat suchenden Anbietern dennoch Orientierung, Rechts- und Planungssicherheit zu geben und den Technischen Mitteln zu einer besseren Durchsetzung im Internet zu verhelfen, hat die KJM auch hier, wie schon bei den Geschlossenen Benutzergruppen, ein Verfahren der Positivbewertung entwickelt. Eine offizielle Bescheinigung ist zwar nicht möglich, aber die Positivbewertungen können im Rahmen von Pressemitteilungen der KJM veröffentlicht werden. Außerdem können sich Anbieter mit positiv bewerteten Konzepten darauf verlassen, dass sie die Jugendschutzanforderungen in diesem Bereich erfüllen - vorausgesetzt, sie setzen ihre Technischen Mittel auch entsprechend in die Praxis um.  

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Telemedien

Der Begriff Telemedium ist neu geprägt worden, um die Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen Telediensten im Sinne des Informations- und Kommunikationsdienstegesetzes und den Mediendiensten im Sinne des Mediendienste-Staatsvertrages zu vermeiden. Gemeint sind vor allem Internet-Angebote, aber z.B. auch Teletext, für deren Jugendschutzaufsicht seit April 2003 nach dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) die Kommission für Jugendmedienschutz zuständig ist. Nach der Jugendschutzreform werden nun Rundfunk, Telemedien und Trägermedien voneinander abgegrenzt. Trägermedien fallen unter das Jugendschutzgesetz; für sie sind z.B. die BPjM und die Obersten Landesjugendbehörden zuständig.

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Trailer

Ein Trailer ist ein aus einzelnen Szenen bestehender kurzer Film zum Bewerben eines Kinofilms oder eines Computerspiels.

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Trägermedien

Unter Trägermedien versteht man alle gegenständlichen Medien, die zur Weitergabe geeignet, zur unmittelbaren Wahrnehmung bestimmt oder in einem Vorführ- oder Spielgerät eingebaut sind. Dazu zählen insbesondere: Printmedien (z.B. Bücher, Zeitschriften, Flugblätter, Werbeplakate), Tonträger (z.B. CDs, LPs, MCs), Bildträger (z.B. Filme auf DVDs, Videos, Blu-Ray-Discs und Computer- und Konsolenspiele).

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Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK)

Die USK mit Sitz in Berlin führt auf Antrag Prüfungen von Video- und Computerspielen und sonstigen Spielprogrammen durch, die in Deutschland für die öffentliche Vorführung bzw. Zugänglichmachung vorgesehen sind. Ihr Träger ist die Freiwillige Selbstkontrolle der Unterhaltungssoftware GmbH.

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Volljährige

Volljährig ist eine Person, wenn sie über 18 Jahre alt ist.

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Web 2.0

Der Begriff „Web 2.0“ meint eine veränderte Nutzung und Wahrnehmung des Internets. Die Nutzer erstellen, bearbeiten und verteilen Angebote mittlerweile in großem Maße. Sie greifen also nicht mehr nur auf Informationen im Internet zu, sondern gestalten die Inhalte selbst.

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Weiße Liste

Eine Weiße Liste oder Whitelist (engl.: Positivliste) ist eine u.a. in einem Computerprogramm gepflegte Liste, die nur die in der Liste enthaltenen Titel zur Ausführung zulässt. Das Gegenteil ist eine Schwarze Liste.

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