
Ministerpräsident Beckstein würdigt Arbeit der KJM
07/2008 (02.04.2008)
Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein hat heute in seiner Festrede anlässlich des fünfjährigen Jubiläums der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) deren Bedeutung gewürdigt. "Ohne eine unabhängige Kontrollinstanz wie die KJM geht es nicht - nicht beim Fernsehen und nicht beim Internet", erklärte er. "Die Grundstruktur des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags, vor allem die tragenden Säulen "konvergente Regelung" und "regulierte Selbstregulierung", haben sich bewährt. Das Instrument der Selbstregulierung ist der richtige Weg", sagte Beckstein. Gleichzeitig appellierte er an die Unternehmen, den Jugendmedienschutz nicht als lästige Pflicht, sondern als Chance zur Profilierung zu sehen und ihre Kreativität nicht nur in die Entwicklung von Inhalten, sondern auch in geeignete Schutzmaßnahmen zu stecken.
Der KJM-Vorsitzende Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring forderte international tätige Unternehmen und das gestaltende politische System auf, das deutsche Jugendmedienschutzsystem auch in andere Länder zu tragen: "Die oberste Maxime muss immer der Schutz der gesellschaftlichen Werten und der Menschenwürde insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung von Heranwachsenden sein. Diese Grundüberzeugung sollte nicht aufgeweicht werden. Andererseits kann und darf das deutsche Modell, das im weltweiten Vergleich sehr strenge Regelungen beinhaltet, keine Insellage einnehmen. Wir können die Herausforderungen für einen effektiven Jugendschutz zukünftig nur bewältigen, wenn internationale Standards die Aussicht auf Erfolg gewährleisten", betonte Ring. Zwar könne das Internet nicht lückenlos kontrolliert werden, doch müssten internationale Standards zum Schutz von Kindern und Jugendlichen etabliert werden.
Ring lobte das hervorragende Zusammenwirken der KJM-Mitglieder, der miteinander vernetzten Jugendschutzinstitutionen wie der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) und jugendschutz.net sowie der Landesmedienanstalten. "Alle Beteiligten bringen ihre spezifischen Kenntnisse und Kompetenzen ein, die maßgeblich zum Erfolg unserer Arbeit beitragen", sagte Ring.
Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat sich am 2. April 2003 konstituiert.
Sie nimmt gemäß dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) die Aufsicht über Rundfunk und Telemedien (Internet) wahr. Mitglieder sind sechs Direktoren der Landesmedienanstalten, vier von den Ländern und zwei vom Bund benannte Sachverständige.
Mitglieder der KJM:
Vorsitz: Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring; stv. Vorsitz: Manfred Helmes
Reinhold Albert, Prof. Dr. Ben Bachmair, Jochen Fasco, Thomas Fuchs,
Folker Hönge, Thomas Krüger, Prof. Kurt-Ulrich Mayer, Elke Monssen-Engberding,
Sigmar Roll, Frauke Wiegmann
Stellvertretende Mitglieder:
Dr. Gerd Bauer, Dr. Hans Hege, Martin Heine, Dr. Udo Helmbrecht,
Dr. Uwe Hornauer, Sebastian Gutknecht, Bettina Keil, Petra Meier,
Petra Müller, Prof. Dr. Horst Niesyto, Wolfgang Schneider, Prof. Wolfgang Thaenert
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Leiterin der KJM-Stabsstelle,
Verena Weigand, Tel. 089/63808-262 oder E-Mail stabsstelle@kjm-online.de.

