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    Fachtagung am 5. Mai im Französischen Dom in Berlin: Kinder und Internet in Europa: Andere Länder – andere Sitten?

    05/2006 (04.05.2006)


    Wie lassen sich europaübergreifende Jugendschutzstandards schaffen und die Qualität von Internetangeboten für Kinder und Jugendliche verbessern? Experten aus Medienpädagogik, Jugendschutz und Online-Branche diskutieren über den Jugendmedienschutz im Internet auf europäischer Ebene am Freitag 5. Mai 2006, von 11 bis 17.30 Uhr, im Französischen Dom in Berlin.

    Zur Fachtagung „Zukunftswerkstatt 3: Kinder und Internet in Europa: Andere Länder – andere Sitten“ laden die Rundfunkarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) und die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderhilfswerk und der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie ein.

    Unter der Schirmherrschaft von Viviane Reding, Mitglied der europäischen Kommission, befasst sich die dritte Zukunftswerkstatt zu Qualitätskriterien und Verantwortung für Kin­derangebote im Internet u.a. mit den Anforderungen an den Jugendmedienschutz auf europäischer Ebene. Vorgestellt wird in diesem Zusammenhang das Safer Internet-Pro­gramm der EU-Kommission. Zu den zentralen Fragen gehören die Herausforderungen für den Jugendschutz in einem gemeinsamen Europa durch die weltweite Vernetzung.

    Nationale Regelungen sind angesichts der Globalität des Internets ein erster Schritt, um gegen jugendgefährdende Inhalte im Netz vorzugehen – sie gelten laut Gesetz aber nur für Inhalte-Anbieter mit Sitz in Deutschland. KJM-Vorsitzender Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring referiert ab 11.15 Uhr im Forum „Verantwortung wahrnehmen – Sicher in Europa surfen“ über die Anforderungen an den Jugendmedienschutz im Internet auf europäischer Ebene.

    Horst Forster, Direktor Informationsgesellschaft und Medien, Europäische Kommission, informiert über die Ziele und Maßnahmen des Safer Internet-Programms der EU-Kommission, deren deutscher Knotenpunkt und Medienkompetenzinitiative „klicksafe.de“ von Manfred Helmes vorgestellt wird.

    Welche Angebote suchen Kinder im Internet? Das zweite Forum steht unter dem Titel „Verantwortung wahrnehmen – Nutzung ernst nehmen“. Ab 12.15 Uhr gibt der Erfurter Professor für Lernen und Neue Medien, Burkhard Fuhs, einen Überblick über die Nutzung von Kinderangeboten im Internet und Stuart Gunn, Interactive Content Producer der BBC London, erläutert am Beispiel der BBC, was junge Internet-User in England wollen.

    Die Frage der Wertevermittlung steht ab 14 Uhr im dritten Forum im Mittelpunkt. An ausgewählten Beispielen zeigt die Erlanger Professorin für Christliche Publizistik, Johanna Haberer, wie Kinder im Internet die Religionen entdecken. Thomas Lang, Vice President Marketing der Walt Disney Company, beschreibt die Entwicklung der Disney-Welt im Web. In einem Streitgespräch zwischen Verena Weigand, Leiterin der Stabsstelle der KJM, und Prof. Roland Rosenstock, Religions- und Medienpädagoge an der Universität Greifswald wird die Spannung zwischen Medienaufsicht und Selbstverantwortung thematisiert.

    An der Abschlussdiskussion über die Verantwortung für Kinderangebote im Internet nehmen mit Hans Ernst Hanten, Ministerialdirigent beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Pfarrer Bernd Merz, Rundfunkbeauftragter der EKD, Friedemann Schindler, Leiter jugendschtz.net, Harald Geywitz, Leiter Public Affairs AOL Deutschland, und Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring Vertreter aus Politik, Kirche, Medienaufsicht und Medien­wirtschaft teil.

    Den Auftakt zu einer breiten Diskussion über „Qualitätskriterien für Kinderangebote im Internet“ bildete die erste gemeinsame Fachtagung von EKD und KJM im April 2004. Die Ergebnisse dieser Veranstaltung sind in zwei Veröffentlichungen zusammengefasst: zum einen in einer epd-Dokumentation und zum anderen in einer Aufsatzsammlung mit aus­gewählten Beiträgen zum Thema „Angebote für Kinder im Internet“ (BLM-Schriftenreihe Bd. 78, ISBN 3-88927-373-4).

    Der Besuch der Fachtagung am 05. Mai 2006 ist kostenfrei. Weitere Informationen erhalten Sie im Büro des Rundfunkbeauftragten der EKD unter Tel. 030/3100-1411. Das Programm der Veranstaltung kann unter www.kjm-online.de abgerufen werden.

    Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat sich am 2. April 2003 konstituiert. Sie nimmt gemäß dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) die Aufsicht über Rund­funk und Telemedien (Internet) wahr. Mitglieder sind sechs Direktoren der Landesmedienanstalten, vier von den Ländern und zwei vom Bund benannte Sachverständige.

    Mitglieder der KJM:
    Vorsitz: Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring; Stv. Vors.: Dr. Lothar Jene, Prof. Wolfgang Thaenert, Prof. Dr. Ben Bachmair, Manfred Helmes, Dr. Victor Henle, Folker Hönge, Thomas Krüger, Prof. Kurt-Ulrich Mayer, Elke Monssen-Engberding, Sigmar Roll, Frauke Wiegmann

    Stellvertretende Mitglieder:
    Dr. Gerd Bauer, Dr. Hans Hege, Jürgen Hilse, Bettina Keil, Petra Meier, Petra Müller, Prof. Dr. Horst Niesyto, Michael Schneider, Gernot Schumann, Christian Schurig, Dr. Uwe Hornauer, Prof. Wolfgang Thaenert

    Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Leiterin der KJM-Stabsstelle,
    Verena Weigand, Tel.: 089/63808-262 oder e-mail: stabsstelle@kjm-online.de

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