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    Mit „System-I“ lässt KJM dritten Modellversuch für Jugend­schutz­programme zu

    04/2006 (02.05.2006)


    Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat einen weiteren Modellversuch für Jugendschutzprogramme zugelassen: die Jugendschutzsoftware „System-I“ der Cybits Systems Security GmbH. Der Modellversuch ist auf die Dauer von 13 Monaten befristet und startet voraussichtlich am 1. Mai 2006.

    „System-I“ ist eine Jugendschutzsoftware, die Internet-Service-Providern und Portalanbietern zur Verfügung gestellt wird. Wesentliche Elemente dieser Software sind Positiv- und Nega­tivlisten für ver­schie­­dene Altersgruppen sowie Programmiermöglichkeiten für Anbieter durch die Berücksichtigung von ICRA-Labels. Nach Angaben des Unternehmens soll die Jugend­schutzsoftware System-I auch unter dem Label [verify-U] verbreitet werden.

    Jugendschutzprogramme sind technische Mittel, deren Einsatz es den Internet-Anbietern ermöglicht, entwicklungsbeeinträchtigende Angebote im Internet zu verbreiten. Modellver­suche können nach dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag zugelassen werden, um neue Verfahren, Vorkehrungen oder technische Möglichkeiten zur Gewährleistung des Jugend­schutzes zu erproben.

    Als Modellversuche hat die KJM bereits „ICRAdeutschland“ und „jugendschutzprogramm.de“ für die Dauer von jeweils 18 Monaten zugelassen. Im Rahmen der Modellversuche müssen die Antragsteller Tests hinsichtlich der Funktionsfähigkeit, der Filterleistung, der Handhabung und der Akzeptanz ihrer Systeme durchführen. Bestandteil jedes Modellversuchs ist eine begleitende und abschließende Evaluation, die in Abstimmung mit den Antragstellern erfolgt. Abhängig vom Ergebnis eines Modellversuchs, kann das Jugendschutzprogramm nach Ablauf der Versuchsfrist eine Anerkennung durch die KJM erhalten.

    Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat sich am 2. April 2003 konstituiert. Sie nimmt gemäß dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) die Aufsicht über Rund­funk und Telemedien (Internet) wahr. Mitglieder sind sechs Direktoren der Landesmedienanstalten, vier von den Ländern und zwei vom Bund benannte Sachverständige.

    Mitglieder der KJM:
    Vorsitz: Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring; Stv. Vors.: Dr. Lothar Jene, Prof. Wolfgang Thaenert, Prof. Dr. Ben Bachmair, Manfred Helmes, Dr. Victor Henle, Folker Hönge, Thomas Krüger, Prof. Kurt-Ulrich Mayer, Elke Monssen-Engberding, Sigmar Roll, Frauke Wiegmann

    Stellvertretende Mitglieder:
    Dr. Gerd Bauer, Dr. Hans Hege, Jürgen Hilse, Bettina Keil, Petra Meier, Petra Müller, Prof. Dr. Horst Niesyto, Michael Schneider, Gernot Schumann, Christian Schurig, Dr. Uwe Hornauer, Prof. Wolfgang Thaenert

    Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Leiterin der KJM-Stabsstelle,
    Verena Weigand, Tel.: 089/63808-262 oder e-mail: stabsstelle@kjm-online.de

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    Informationen zu Jugendschutzprogrammen und die KJM-Kriterien für deren Anerkennung finden Sie hier.